Konzept und Tagesablauf
Entstehung
Die Weyher Kinderkiste wurde 1997 als Elterninitiative gegründet. In den ersten 17 Jahren war sie ein Spielkreis, der den Kindern eine Möglichkeit für freies Spiel und soziale Interaktion bot. Ab dem 01.09.2014 ist der Spielkreis in eine Kindergartengruppe umgewandelt worden, sodass nun 20 Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren willkommen sind.
Träger
Der Träger des Kindergartens ist der Verein Weyher Kinderkiste e.V.
Der Elternverein setzt sich aus engagierten Eltern zusammen, die sich aktiv für die Belange der Kinder und die Weiterentwicklung der Kita einsetzen. An der Spitze des Vereins stehen die Vorsitzenden – Vorsitzende und Vorsitzender –, die gemeinsam die Organisation der Vereinsaktivitäten leiten. Unterstützt werden sie von einer Kassenwartin oder einem Kassenwart, die bzw. der die finanziellen Angelegenheiten verantwortet, einer Schriftführerin oder einem Schriftführer, die bzw. der für die Dokumentation der Vereinsaktivitäten zuständig ist, sowie zwei Beisitzenden, die zusätzliche Perspektiven und Ideen einbringen.
Betreuungszeiten und Schließzeiten
Öffnungszeiten des Kindergartens:
- Frühdienst: 07:30 – 08:00 Uhr (kostenpflichtig)
- Kernbetreuungszeit: 08:00 – 14:00 Uhr
- Spätdienst: 14:00 – 16:00 Uhr
Die Einrichtung bleibt an allen Feiertagen in Niedersachsen geschlossen.
Bildungsauftrag
Laut Niedersächsischem Gesetz für Tageseinrichtungen für Kinder (KiTaG) haben wir in unserer Kindergartengruppe folgenden Auftrag zu erfüllen: § 2 Auftrag der Tageseinrichtungen ,(1) Tageseinrichtungen dienen der Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern.
„Sie haben einen eigenen Erziehungs- und Bildungsauftrag. Tageseinrichtungen sollen insbesondere die Kinder in ihrer Persönlichkeit stärken, sie in sozial verantwortliches Handeln einführen, ihnen Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln, die eine eigenständige Lebensbewältigung im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten des einzelnen Kindes fördern, die Erlebnisfähigkeit, Kreativität und Phantasie fördern, den natürlichen Wissensdrang und die Freude am Lernen pflegen, die Gleichberechtigung von Jungen und Mädchen erzieherisch fördern und den Umgang von behinderten und nicht behinderten Kindern sowie von Kindern unterschiedlicher Herkunft und Prägung untereinander fördern. Das Recht der Träger der freien Jugendhilfe, ihre Einrichtungen entsprechend ihrer erzieherischen Grundrichtung in eigener Verantwortung zu gestalten, bleibt unberührt. (2) Die Tageseinrichtung arbeitet mit den Familien der betreuten Kinder zusammen, um die Erziehung und Förderung der Kinder in der Familie zu ergänzen und zu unterstützen. Dabei ist auf die besondere soziale, religiöse und kulturellen Prägung der Familien der betreuten Kinder Rücksicht zu nehmen, (3) Zur Einführung des Bildungs- und Erziehungsauftrages sind die Tageseinrichtungen so zu gestalten, dass sie als anregender Lebensraum dem Bedürfnis der Kinder nach Begegnung mit anderen Kindern, Eigentätigkeit im Spiel, Bewegung, Ruhe, Geborgenheit, neuen Erfahrungen und Erweiterung der eigenen Möglichkeiten gerecht werden können.“
Dieses Gesetz ist die rechtliche Grundlage unserer Arbeit.
Tagesablauf
7:30 – 8:00 Uhr: Frühdienst
8:00 – 8:30 Uhr: Bringphase
8:35 – 9:00 Uhr: Morgenkreis
9:00 – 9:30 Uhr: Frühstück
9:30 – 12:00 Uhr: Freispiel / Angebote / Aktionen
12:00 – 13:00 Uhr: Mittagessen
13:00 – 14:00 Uhr: Abschlusskreis & Ruhephase
14:00 – 16:00 Uhr: Spätdienst & Nachmittagssnack
Schwerpunkte unserer pädagogischen Arbeit
Emotionale Entwicklung und soziales Lernen
„Ich bin willkommen, ich bin wichtig, ich wirke und kann etwas bewirken.“
Die emotionale und soziale Entwicklung jedes einzelnen Kindes wird durch eine wertschätzende Atmosphäre nachhaltig gefördert. Im Weykiki ist uns das gelebte Miteinander besonders wichtig, da es den Kindern hilft, ein Gefühl von Zugehörigkeit und Sicherheit zu entwickeln. In einer stabilen Gemeinschaft erleben die Kinder, wie sie Kontakte zu anderen aufbauen können, was ihre sozialen Kompetenzen stärkt und ihr Selbstbewusstsein fördert. Sie lernen, ihre eigenen Gefühle und Bedürfnisse auszudrücken und gleichzeitig Empathie für die Emotionen ihrer Mitspieler zu entwickeln. Durch das Üben von Konfliktbewältigung und angemessenem Verhalten in verschiedenen sozialen Situationen unterstützen wir die Kinder dabei, sich als eigenständige Persönlichkeiten zu entfalten und ihre sozialen Fähigkeiten weiter auszubauen.
Kognitive Entwicklung
„Ich will es be-greifen.“
Die kognitive Entwicklung der Kinder umfasst wesentliche Fähigkeiten wie die Merkfähigkeit, Konzentration und Ausdauer. Diese Kompetenzen sind entscheidend für das Erkennen von Zusammenhängen und das selbstständige Lösen von Problemen. In unserer Einrichtung bieten wir den Kindern die Möglichkeit, auf Forschungsreisen und Entdeckertouren zu gehen, sowohl drinnen als auch auf dem Außengelände. Diese Aktivitäten fördern nicht nur ihre Neugier und ihren Entdeckungsdrang, sondern unterstützen auch die Entwicklung ihrer kognitiven Fähigkeiten, indem sie spielerisch lernen, Informationen zu verarbeiten und neue Erkenntnisse zu gewinnen. Durch diese Erfahrungen werden die Kinder ermutigt, eigenständig zu denken und kreative Lösungsansätze zu entwickeln.
Lebenspraktische Entwicklung
„Lass es mich tun. Ich bin schon groß.“
Die Kinder werden in unserer Einrichtung aktiv dazu animiert, bereits erworbene lebenspraktische Kompetenzen zu erproben und weiterzuentwickeln. Dies geschieht durch gezielte Angebote und Aktivitäten, die es den Kindern ermöglichen, alltägliche Aufgaben selbstständig zu bewältigen. Beispielsweise können sie beim Kochen, beim Aufräumen oder bei Gartenarbeiten mithelfen, was nicht nur ihre praktischen Fähigkeiten stärkt, sondern auch ihr Selbstbewusstsein fördert. Durch das eigenständige Handeln lernen die Kinder, Verantwortung zu übernehmen und ihre Entscheidungen zu reflektieren.
Sprach-Entwicklung
„Höre mir zu, wenn ich schweige. Aber auch, wenn ich spreche.“
Das Sprachverständnis, die Spracherweiterung und die Sprechfreude der Kinder werden durch ein vielfältiges Angebot an Aktivitäten gezielt gefördert. Bei Fingerspielen und Bewegungsspielen haben die Kinder die Möglichkeit, spielerisch mit der Sprache umzugehen und ihren Wortschatz zu erweitern. Im Rahmen von Theaterspielen und Begrüßungskreisen erleben sie zudem den sozialen Umgang mit Sprache und lernen, sich in verschiedenen Kontexten auszudrücken. Durch diese abwechslungsreichen Angebote entwickeln die Kinder ein Gespür für Sprachrhythmus und Satzbau. Sie lernen, sprachliche Strukturen richtig anzuwenden, was ihre kommunikativen Fähigkeiten stärkt. Indem sie in einem unterstützenden und anregenden Umfeld aktiv sprechen und spielen, wird nicht nur ihre Sprachkompetenz gefördert, sondern auch ihre Freude am Sprechen und Kommunizieren nachhaltig gesteigert.
Sprachbildung und Sprachförderung
„Mit der gesetzlichen Verankerung der alltagsintegrierten Sprachbildung und Sprachförderung als Bildungsauftrag der Kindertageseinrichtungen (vgl. §§ 2 und 3 Abs. 1 und 2 KiTaG) ist jede Kita in Niedersachsen verpflichtet, die Sprachentwicklung jedes Kindes zu beobachten, zu dokumentieren und die Kommunikation, Interaktion und die Entwicklung von Sprachkompetenz kontinuierlich und alltagsintegriert zu fördern“ (vgl. § 2 Abs. 2 Nr. 2 KiTaG).
Spätestens zu Beginn des letzten Kindergartenjahres ist für Kinder im letzten Jahr vor der Einschulung die Sprachkompetenz zu erfassen und ein Entwicklungsgespräch darüber mit den Erziehungsberechtigten zu führen sowie bei festgestellten besonderen Sprachförderbedarfen eine individuelle und differenzierte Förderung auf Grundlage des pädagogischen Konzepts durch die Kita-Fachkräfte vorzunehmen. Ein weiteres Entwicklungsgespräch hat zum Ende des Kindergartenjahres vor der Einschulung mit den Erziehungsberechtigten unter Beteiligung der aufnehmenden Grundschule stattzufinden (vgl. § 3 Abs. 1 und 2 KiTaG).